Caletto I

Caletto I

Caletto I

Caletto I

Rasse:Holsteiner
Lebensnummer:DE 321 210 6041 75
Stammnummer:Holsteiner Stamm 730 b
Geburtsdatum:1975, eingeschläfert 1999
Farbe und Abzeichen:Braun, mit Stern
Maße:WH: 171 cm, Brustumfang: 200 cm, Röhrbein: 22 cm
Züchter:Klaus Martin Both, Obendeich
Aufzüchter/Besitzer:Holsteiner Verband
Leistungen:Körung 1977. E-LGS: 51.995 €. Im Jahre 1981 hat das Paar die ersten Erfolge in Springprüfungen der Kl M, 1982 können sie die ersten S-Plazierungen erzielen und sind auch schon international erfolgreich profilieren und im Jahr 1983 tragen Caletto I und Michael Rüping mit dazu bei, daß die Deutsche Mannschaft in Hickstead die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften erringen kann. Caletto I ist 1983 das erfolgreichste Nationenpreispferd. Bis 1986 ist das Paar erfolgreich auf vielen großen Turnierplätzen der Welt. Caletto I ist 1983 erfolgreichstes Springpferd beim CSIO in Genf; hochplaziert bzw siegreich im : Springchampionat von Aachen 1983, Großen Preis von Aachen 1983, Großen Preis der Schweiz 1983, Großen Preis von Genf 1983, Großen Preis von Calgary 1983, Großen Preis von Aachen 1984, Siegerpreis von Stuttgart 1985. Bis 1986 hat Caletto I eine Gewinnsumme von DM 100.000,- gewinnen können.
Stationierung:1978 Vornholz, 1979 Elmshorn, 1980 Wöhrden, 1981 in den Sport, 1986-1999 Langenhagen
Nachkommen:N-LGS 2.695.906 €, 758 eingetragene Sportnachkommen, davon 129 bis Springen Kl. S und 17 bis Dressur Kl. S; 20 gekörte Söhne; 226 FN-eingetragenen Zuchtstuten, davon 26 Staatsprämienstuten
Beschreibung:Caletto I wurde 1975 geboren auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Klaus Martin Both in Obendeich bei Glückstadt. Er war das fünfte Fohlen seiner Mutter Deka. Eine Stute von dem Hengst Consul aus der Ökonomie von Matador - Heimatdichter - Heintze , aus dem Stamm 730b. Diese Stute zählt wohl zu den erfolgreichsten Zuchtstuten der Holsteiner Zucht. Ihre Nachkommen brachten sowohl im Sport als auch in der Zucht Leistungen die weit über dem Durchschnitt lagen. Caletto I war einer von Cor de la Bryere's bedeutendsten Söhnen, der mit dafür gesorgt hat, daß Cor de la Bryere für die Holsteiner Pferdezucht unsterblich wurde. Als Fohlen wurde Caletto I von dem damaligen Geschäftsführer Maas Johannes Hell für den Holsteiner Verband erworben und wurde zusammen mit den anderen Hengstfohlen, die alljährlich angekauft wurden unter der Obhut des Verbandes aufgezogen. Bereits als Fohlen und auch besonders als Jährling war Caletto I ein besonders auffälliges Pferd, in der Herde seiner Artgenossen ragte er nicht nur aufgrund seines Kalibers und seiner Größe hervor, er war auch besonders selbstbewußt, und war immer Chef in der Herde der Hengste. Leider hatte er damals nicht die klassische braune Farbe der Holsteiner, sein Unterleib und die Innenschenkel hatte eine helle Farbe. Auch war er mit 171 cm als 2-jähriger bei der Körung recht groß, hatte im Trab sehr starke Knieaktion und war mit einem 22er Röhrbein an der Grenze der Akzeptanz. Die Körung im November 1977 in Neumünster war für viele Züchter umstritten. Es fiel deshalb leicht Caletto I bereits vor der Körung zu verpachten an Baron Clemens von Nagel, der auf dem Gestüt Vornholz in Westfalen eine erfolgreiche Springpferdezucht aufgebaut hatte. Ihn hatte der Hengst besonders durch hervorragendes Springen überzeugt. Springen wurde zu damaligen Zeiten jedoch noch nicht auf der Körung verlangt und auch nicht gezeigt. Siegerhengst des 1975 Jahrgangs wurde damals der Fasolt Sohn Flamingo, und zusammen mit Caletto I wurde auch Capitol I gekört. Caletto I deckte ein Jahr in Vornholz und kam dann, da der Baron von Nagel verstarb, wieder zurück nach Holstein . Im Herbst 1978 legte er in Medingen seine Hengstleistungsprüfung ab, nicht sehr überzeugend. Zusammen mit Capitol I, der 81,78 Punkte bekam, war er mit 96,76 Punkten am unteren Ende der Verbandshengste. Caletto I deckte 1979 und 1980 wieder in Holstein auf der Station in Wöhrden in Dithmarschen. Zum Ende der zweiten Saison wurde Caletto I durch eine Stute im Genitalbereich verletzt und mußte operiert werden. Nach seiner Genesung wurde festgestellt, daß der Hengst befruchtungsunfähig ist, da sich im Ejakulat keine Samenzellen befanden. Da der Hengst bereits durch sein außerordentliches Springvermögen aufgefallen war entschloß sich der Holsteiner Verband den Hengst an Michael Rüping als Springpferd zu verkaufen. Dieser hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die Verbandshengste Silbersee und Calypso II recht erfolgreich im Beritt.
Vererbung:Gesamtzuchtwert Dressur: 110 (97 % Sicherheit), Gesamtzuchtwert Springen: 141 (97 % Sicherheit). Einer der bedeutenden und unvergessenen Vererber in der Pferdezucht.