Gainsborough XX

Gainsborough XX

Gainsborough XX

Gainsborough XX

Rasse:Englisches Vollblut (Stutenlinie: tb-2e)
Lebensnummer:DE 306064090415
Geburtsdatum:15.03.1915; gest. am 05.06.1945
Farbe:Braun
Maße:WH: 158 cm
Züchter:Lady James Douglas, England
Trainer:Colledge Leader; Alec Taylor jr.
Besitzer:wie Züchter
Leistungen:9-5-2-1; gewann 1918 das British Triple Crown (Two Thousand Guineas, Derby, und St. Leger); Siegerhengst 1932 und 1933, 2. im Jahr 1931, 3. in den Jahren 1930 und 1935, 4. in den Jahren 1925, 1926 und 1927
Stationierung:Haarwood, England
Nachkommen:u.a. 1930 Hyperion XX a.d. Selene XX; 1922 Una Cameron XX; 1928 Mah Mahal XX a.d. Mumtaz Mahal XX
Beschreibung:Ein sehr athletischer Hengst. Nach einem nichts sagenden ersten Rennen als Zweijähriger passierte Gainsborough bei den nächsten drei Starts in Newmarket (der Rennbetrieb war kriegsbedingt ja sehr eingeschränkt) relativ leicht als Erster den Pfosten. Der braune Hengst nahm z.B. die Autumn-Stakes mit sechs Längen "mal eben" mit. In den folgenden Wochen erreichten aus In- und Ausland diverse Kaufangebote Lady James Douglas, aber nun stand Gainsborough längst nicht mehr zum Verkauf. Als 3jähriger absolvierte der Sohn der Rosedrop einen Start in den Several Stakes und marschierte mit einer Quote von 4:1 als Favorit in die Two Thousand Guineas. Gainsborough holte sich den ersten Klassiker mit einem anderthalb Längensieg. Später bekam der Hengst eine Schonzeit - danach machte sich Gainsborough für das St. Leger mit einem drei Längen-Sieg in den September Stakes gegen My Dear und Prince Chimay "warm". Dieses Auftaktrennen erwies sich als goldrichtig, denn Gainsborough trug sich mit dem Sieg im St. Leger in die überschaubare Triple Crown-Liste ein.
Vererbung:Vererbte sein williges Temperament und seine Intelligenz! Nach Ende seiner Rennkarriere wurde er von seiner Besitzerin als Deckhengst im Manton Hause Stud aufgestellt. Seine Dienste kosteten den Züchter 400 Guineas, die waren auch gut angelegt, denn der Hengst wurde zu einem sehr guten Vererber, stellte fünf klassische Sieger, zu seinen besten Nachkommen zählten:
• Solario, geb. 1922, gewann u. a. die Princess of Wales Stakes, St. Leger, Coronation Cup, Ascot Gold Cup, war Leading-Sire 1937, zeichnet als Vater der Derbysieger Mid-Day-Sun (1937) und Straight + Deal (1940).
• Una Cameron, geb. 1922, Mutter des Two Thousand Guineas und Derbysiegers Gameronian im Jahre 1937.
• Singapore, geb. 1927, Sieger u. a. im St. Leger, Doncaster Cup, Vater des St. Leger-Siegers Culmleigh (1937).
• Mah Mahal, geb. 1928, die Tochter der berühmten Mumtaz Mahal, brachte für H. H. Aga Khan III in der Zucht Mahmoud (1936). Ihr Sohn startete im Derby als Außenseiter und als Schimmel, beides hinderte ihn aber nicht daran a) das Derby zu gewinnen und b) dabei mal eben neuen Derbyrekord aufzustellen.
• Orwell, geb. 1929, gewann acht Rennen, u. a. Champagne Stakes, Middle Park Stakes und The Thousand Guineas.
• Aber die vorgenannten wurden alle von dem im Jahre 1930 geborenen Hyperion überflügelt. Lord Derbys "kleiner-großer" Hyperion Derbysieger 1933, war einwandfrei Gainsboroughs Meisterstück und war einer der bedeutensten Vererber des 20. Jahrhunderts.