Ramiro Z


Ramiro

Ramiro

Ramiro

Ramiro

Rasse:Holsteiner
Lebensnummer:DE 321 210 3895 65
Stammnummer:776
Geburtsdatum:1965, eingegangen 1996
Farbe:Dunkelbraun
Maße:WH: 168 cm
Züchter:Paul Bahlmann, Moorhufen
Aufzüchter:Baron v. Nagel, Vornholz
Leistungen:1967 gekört, E-LGS 21.040 €
Stationierung:1968 Vornholz, 1969 Siethwende, 1970-1973 Vornholz, 1974/75 im Sport, 1976-1979 Ascheberg-Herbern, 1980-1996 Holland
Nachkommen:70 gekörte Söhne (u.a. Hengste wie Ramiro's Bube, Ramiro's Son, Rebel Z, Royal Z), mind. 42 Stuten
Beschreibung:Sehr großer bedeutender Beschäler mit enormer Ausstrahlung. Hochnobel im Typ des modernen Reitpferdes. Bedeutend in allen Points, sehr an Cottage Son XX erinnernd. Schulter könnte besser formiert sein, sehr gut geformte, günstige Kruppe, kräftiges, gutes Fundament, wobei das etwas rückbiegige steile Vorderbein mit dem flachen Vorderfußwurzelgelenk nicht übersehen werden darf. Recht gute Trabbewegungen. Reichlich groß übersetzte, ausdrucksvolle Galoppade. Unerschrockenes Springen mit überragendem Vermögen. Charakter, Temperament und Rittigkeit gut. Große Eigenleistung in internationel Springen, besonders in Mächtigkeitsspringen. Gelassenes Temperament.
Vererbung:Ramiro ist Stempelhengst. Seine Nachkommen sind großrahmig, stehen in seinem Typ und sind fast alle mit hervorragenden Springanlagen ausgestattet. Die besseren Produkte aus edlen Stuten mit Nerv und Härte. Ramiro war der bedeutendste Verbreiter des Ramzes AA-Blutes weltweit. Nach der Körung deckte Ramiro ein Jahr in Westfalen. Aus diesem ersten Deckjahr resultieren zwei zwar westfälisch gebrannte, aber rein holsteinisch gezogene Spitzenprodukte: Die international mit Fritz Ligges und Thomas Frühmann erfolgreiche Stute Fatinitza 6 und der gekörte Hengst Romanow, der fast 30 Jahre alt wurde und ebenfalls international im Springsport erfolgreich war. 1969 deckte Ramiro eine Saison auf der Holsteiner Renommierstation Siethwende, wo er herausragende Stuten hinterließ, die fast alle züchterisch bedeutsam wurden, und drei gekörte Söhne. Zurückgekehrt nach Vornholz, nahm sich Fitz Ligges des monumentalen Beschälers an. Mit ihm war Ramiro international erfolgreich, gewann Große Preise ebenso wie Mächtigkeits- und Zeitspringen. Zeitweise parallel lief die Karriere von Ramiro und seiner Tochter Fatinitza. Nicht selten kam es vor, dass beide in derselben Prüfung platziert waren. In der Saison 1974 deckte er eine einzige Stute. Das Produkt dieses Deckakts wurde ein international erfolgreicher gekörter Hengst: Rodney. Sowohl in Westfalen als auch später in Zangersheide brachte er Spitzenpferde wie vom Fließband, darunter Ramiros Girl und das Olympiapferd Ramzes (beide mit Fritz Ligges erfolgreich), Ramira und Riva (beide L. Gössing), die zweimalige Bundeschampionatssiegerin Rosella G (L. Gössing bzw. L. Beerbaum), Ralf 5 (Ulrich Meyer zu Bexten), Rinnetou Z (P. Raymakers) und Ratina Z (Olympia-Zweite 1992 mit P. Raymakers, Weltcupsiegerin 1993, Mannschaftsweltmeister 1994 und Mannschafts-Olympiasiegerin 1996 mit L. Beerbaum). Ramiro war neben Almé Z einer der ersten "Euro-Hengste" überhaupt. Er wurde 31 Jahre alt.

Gesamtzuchtwert: Dressur 84 (98 % Si.), Springen 120 (97 % Si.); N-LGS 2.889.286 €; 525 FN-eingetr. Nachkommen (davon 10 bis Dressur Kl. S und 136 bis Springen Kl. S)